Sonntag, 21. August 2022, 10:30 Uhr

Der ISRAEL-SONNTAG

Von der evangelischen Kirche wird der 10. Sonntag nach Trinitatis als "Israel-Sonntag" begangen. Seine Anfänge

reichen in die Zeit der Reformation zurück. Man gab diesem Tag den Namen "Gedenktag der Zerstörung

Jerusalems" und dachte an die Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels (586 v. Chr. bzw. 70 n. Chr. Geb.)

und die Zerstörung der ganzen Stadt im Jahre 136 n. Chr. Das Vorbild dieser Feier war der "9. Aw" des Jüdischen

Kalenders, der Tag der Trauer, an dem das jüdische Volk fünf schmerzlicher Ereignisse seiner Geschichte

gedenkt. Die evangelische Kirche sah auf die Zerstörungen des Tempels und Jerusalems vorwiegend nicht mit

Anteilnahme, sondern- unter Berufung auf Lk 25, 41-48- mit Verurteilung und Straflust

Diese Haltung wurde erst nach der Shoa allmählich verändert. Hinzu kam ein neues Verständnis von Mk. 12,

28-34, dem Bekenntnis Jesu zu Sch'ma Jisrael, mithin der Tora seines Volkes. Notwendig war folglich die Bemühung,

das Verhältnis zwischen Kirche und Judentum neu zu bestimmen. So kam zu der Tradition der Erinnerung

an die Zerstörung Jerusalems im Sinne des "9. Aw" das Nachdenken über das Verhältnis der Kirche zum

Judentum hinzu. ln diesem Jahr feiern wir den Israelsonntag in einem Gottesdienst am 21. August mit Pfarrer

Ruppel und laden dazu herzlich um 10.30 Uhr in die Philippus-Kirche ein.

Bitte bringen sie ihre Mund-Nase Maske mit!!!

Gottesdienst zum Isrealsonntag
Mitwirkende
Pfarrer Ruppel
Ort Philippus-Kirche, Stierstraße 17-19, 12159 Berlin