Bild von Johannes Hüttenmüller

 

 

 

 

 

Johannes Hüttenmüller


 


 

29.10.1967

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10.04.2020


 


 


 

 

 

Fassungslos und schmerzerfüllt müssen wir Ihnen mitteilen, dass Johannes Hüttenmüller verstorben ist. Nach kurzer Krankheit völlig unerwartet verstarb er am Karfreitag, dem 10.04.2020, in Berlin.

Johannes Hüttenmüller war Chorleiter des St. Konrad Gospelchores und zweier weiterer Gospelchöre. Er war mehrere Jahre als Organist in Philippus tätig und gründete den Jugendgospelchor.

Als gerade erst eingesetzte Schwangerschaftsvertretung für Kantorin Christine Reso gestaltete er den Sing’n’Pray-Gottesdienst im März, hatte schon konkrete Pläne für neue Musicals mit dem Kinderchor und nahm noch in den vergangenen Wochen die Podcast-Gottesdienste mit Pfarrer Paul Klaß auf, die ohne sein technisches Wissen gar nicht möglich gewesen wären.

Sein St. Konrad Gospelchor fand in unserer Gemeinde nicht nur einen Probenort, sondern auch eine neue Heimat. Mit seinen Konzerten brachte er die Philippus- und Nathanaelkirche regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen.

Seine Liebe zur Gospelmusik steckte alle an, die die Möglichkeit hatten, mit ihm zu singen oder zuzuhören. Johannes Hüttenmüller hatte die Begabung, Sänger*innen sofort mit ihren Fähigkeiten anzunehmen und ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Für viele war und ist der Chor eine zweite Familie. Immer wieder waren wir von seiner unendlichen Geduld und Toleranz überrascht, wenn die Chordisziplin zu wünschen übrigließ. Anstatt aus der Haut zu fahren, blieb er ruhig, machte er Witze und brachte uns wieder auf Kurs.

Mit seinem trockenen norddeutschen Humor brachte er uns alle zum Lachen.

Er verstand es, aus jedem seiner drei Chöre das Maximum an musikalischem Niveau herauszuholen. Dazu gehörte auch, die Choreografien und vielen Liedtexte mit Eselsbrücken einzuprägen – auch wenn man ihn beim Konzert nicht zu genau anschauen sollte, um einem Lachanfall auf der Bühne vorzubeugen!

Aber nicht nur ungeahnte Talente zu wecken, indem er Sänger und Sängerinnen überzeugte, selbst einmal ein Solo zu singen, gehörten zu seinen bemerkenswerten Eigenschaften. Seine eigene Stimme war so intensiv und raumfüllend wie die manch eines gesamten Chores. Damit ein Lied zum Chor passte, arrangierte Johannes Hüttenmüller es auch gerne mal kurzerhand.

Wir erinnern uns an wunderbare Erlebnisse mit ihm und können uns Gottesdienste und Konzerte in Erinnerung rufen.


 

Wir hätten gerne noch viele Jahre mit dir zusammengearbeitet und werden dich sehr vermissen!


 

Wenn nicht für immer, dann wenigstens ewig!“ sang der Chor beim letzten Sommerkonzert. Bei all der Trauer, die uns mit seiner Familie und Freunden verbindet, bleibt uns die Hoffnung auf ein Wiedersehen.


 

S. Bockisch