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Fluffi-Klub

NACOA bietet Kitas ein einjähriges Programm zur Suchtprävention und Stärkung der Resilienz an

"Mit Suchtprävention kann nie früh genug gestartet werden", sagt Hanna Rosebrock, ehemalige Projektleiterin vom Fluffi-Klub. 

Hier finden Sie ein Video über das Programm.

Das Programm für Kitas stärkt alle Vorschulkinder in ihren sozial-emotionalen Fähigkeiten und fördert ihre Resilienz. Zudem ist es aufgrund der Themenauswahl der 12 Einheiten des Kinderprogramms (z.B. Grenzen setzen, gute und schlechte Geheimnisse etc.) und dessen Erarbeitung mit den Kindern besonders unterstützend für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Erzieher:innen werden über Abhängigskeitserkrankungen und deren Auswirkungen auf Kinder in betroffenen Familiensystemen geschult und ein Jahr von NACOA e.V. Deutschland begleitet. Besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Vernetzung mit Anlaufstellen der Kinder- und Jugend-, sowie Suchthilfe, damit Erzieher:innen im Ernstfall kurze Wege und Ansprechpartner:innen an ihrer Seite haben und im Sinne der Kinder reagieren können. Eltern werden durch Informationsveranstaltungen über die Inhalte des Fluffi-Klubs informiert. 

Umfassende und vorsorgende Arbeit

Viele Erzieher:innen seien erschrocken und überrascht über die hohe Anzahl betroffener Kinder. Auch falle es den pädagogischen Fachkräften in der Kita oft schwer, das Thema mit den Eltern anzusprechen.. Die Sorge sei, unklare Prozesse in Gang zu bringen, sich zu weit ins Private zu begeben oder einen Beziehungsabbruch mit den Familien zu riskieren, gerade wenn Hilfe von außen geholt werden müsse. Teilweise berichten Erzieher:innen auch von ihrer eigenen Betroffenheit. "In der Regel haben wir aber festgestellt, dass die Fachkräfte dankbar sind, Methoden, mögliche Ansprechpartner:innen oder Anzeichen betroffener Kinder kennenzulernen. Anzeichen dafür können unterschiedliche Qualitäten mit sich bringen. Offentsichtliche Anzeichen können z.B. wiederkehrende "Alkoholfahnen" der Bezugspersonen oder auffällige Äußerungen der Kinder sein. Aber auch verstecktere Anzeichen, wie Ausprägung der klassischen Rollenmuster, die Kinder aus suchtbelasteten Familien annehmen können, können auf eine Suchtthematik in einer Familie hinweisen. Die Kinder sind oft Symptomträger:innen in der Problemlagen ihrer Herkunftsfamilien. So kann es sein, dass sie durch ihr Verhalten darauf aufmerksam machen: Hier stimmt etwas nicht! In konkreten Fällen, in denen Kinder der Kita durch die Abhängigkeitserkrankung einer oder beider Elternteile oder anderer Bezugspersonen belastet sind, begleiten die NACOA-Mitarbeiterinnen auch die Suche nach den bestmöglichen Lösungen für die betroffenen Kinder. 

 

Kindern soll der Fluffi-Klub innerhalb der Kita einen zusätzlichen Raum eröffnen, in dem sie ihre eigenen Gefühle wahrnehmen und zum Ausdruck bringen können. Die Handpuppe "Fluffi" hilft den Kindern dabei und spricht sie in ihren persönlichen Lösungskompetenzen an. Im Programm gehe es um eine umfassende vorsorgende und die Resilienz fördernde Arbeit, die Kinder stark macht gegen Sucht. 

Ein „Lunchtime-Interview“ mit Hanna Rosebrock zum Fluffi-Klub finden Sie auf dem Youtube-Kanal von NACOA.